Britische Studie zu Lebenshaltungskosten – Zürich ist die teuerste Stadt der Welt

Zwei Mal jährlich führt das britische Wirtschaftsmagazin „The Economist“ eine weltweite Studie zum Thema Lebenshaltungskosten durch. Dabei wurden zuletzt 130 Städte in 93 Ländern unter die Lupe genommen. Für die Untersuchung haben britischen Experten die Preise von rund 160 Produkten und Dienstleistungen, wie beispielsweise für Mieten, Lebensmittel oder auch Kleidung, miteinander verglichen. Der sogenannte WCOL-Index (World wide cost of living) sieht für New York den Wert 100 vor. Alle weiteren Vergleiche der Lebenshaltungskosten orientieren sich an dieser Basis.

Dem aktuellen Ergebnis zufolge gilt Zürich erstmals als die teuerste Stadt der Welt. Die Lebenshaltungskosten der Schweizer Metropole seien demnach um 70 Prozent höher als in New York. So müssen Mieter für eine rund 100m² große Wohnung im Schnitt die monatliche Summe von 2950 Schweizer Franken (ca. 2443 Euro) aufbringen. Der Liter Benzin kostet in Zürich durchschnittlich 1,72 Euro. Und auch die Lebensmittelpreise sind innerhalb eines Jahres um bis zu 40 Prozent angestiegen. Experten machen vor allen Dingen den starken Schweizer Franken für diese Entwicklung verantwortlich.

Wurde Tokio in der letzten Erhebung noch auf dem ersten Platz geführt, rutschte die japanische Großstadt zugunsten Zürichs auf den zweiten Rang ab. Zudem sticht ins Auge, dass mit Genf und dem Großraum Osaka-Kobe, auch auf dem dritten Platz zwei Städte aus Japan und der Schweiz geführt werden. In der TOP10 folgen weiter die Metropolen Oslo, Paris, Sydney, Melbourne und Singapur. Als einzige deutsche Stadt ist Frankfurt am Main auf Rang 10 in der Studie vertreten. Es sind somit gerade global wichtige Finanzzentren, in denen ein vergleichsweise hohes Preisniveau vorherrscht.

Amerikanische Metropolen fallen weiter ab und haben es in der aktuellen Studie nicht mehr in die TOP10 geschafft. Dagegen steigen die Lebenshaltungskosten im asiatischen Raum stetig an. London und Brüssel rangieren nur auf Platz 17, Los Angeles auf Position 42, während sich New York gemeinsam mit Chicago den 47. Rang teilt. Noch wesentlich günstiger lebt es sich der Studie nach in der iranischen Hauptstadt Teheran sowie dem indischen Mumbai und Neu-Delhi. Karatschi in Pakistan wird als Schlusslicht der Untersuchung genannt.

Fotos © Zürich | Zurich | Zurigo | Flickr.com & Anirudh Koul | Flickr.com

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