Exklusive Sportwagenmanufaktur „Wiesmann“ – Briten investieren in insolvente Marke

WiesmannIm Jahr 1988 wurde durch die zwei Brüder Martin und Friedhelm Wiesmann die gleichnamige Automobilfirma „Wiesmann“ gegründet, die fortan exklusive Sportwagen mit dem typischen Gecko im Firmenlogo produzierte. Rund 25 Jahre lang bauten die Geschwister in ihrer Manufaktur in nordrhein-westfälischen Dülmen flache Roadster und Sportcoupes zum Preis von mindestens 100.000 Euro. Unter der Haube der typischen Karrosserien im nostalgischen Design wurden traditionell leistungsstarke Motoren aus dem Hause „BMW“ verbaut.

Nach der Produktion von insgesamt rund 1.600 Fahrzeugen, wurde die Fertigung zum Jahreswechsel 2013 / 2014 durch eine Unternehmensinsolvenz abrupt gestoppt.

Nun will eine Gruppe britischer Geldgeber in die Marke „Wiesmann“ investieren. Es liegen bereits Kaufverträge für die Namens- und Markenrechte, die Produktionsanlagen und die zugehörigen Immobilien vor, die seitens der Investoren unterzeichnet worden seien. Laut einem Sprecher wird sich der Kaufpreis auf rund 5 bis 7 Millionen Euro belaufen.

Anfang 2014 hatte die Gläubigerversammlung einen Einstieg anderer Geldgeber noch verhindert. Sofern in diesem Fall den Plänen zugestimmt werden sollte, kann die Produktion in einer Kleinstserie laut Medienberichten bereits 2016 wieder angefahren werden. Dabei soll die Fertigung zunächst mit den bereits bekannten Modellen fortgeführt werden.

Eine Entscheidung über den Verkauf könne noch in diesem Jahr herbeigeführt werden. Dabei sollen die Briten weiterhin auf den Unternehmensstandort in Dülmen setzen wollen.
Fotos © David Villarreal Fernández | Flickr.com

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