Infinity Pools – Eindrucksvolls Gefühl von Unendlichkeit

Infinity-PoolSeit einigen Jahren hält der Trend von sogenannten „Infinity Pools“ weltweit Einzug. Auf deutsch lässt sich diese Bauweise als „Unendlichkeitsschwimmbecken“ übersetzen. Charakteristisch ist eine besondere Konstuktion, bei der mindestens eine Seite des Pools so abgesenkt ist, dass das Wasser über eine Kante in eine außen befindliche Überlaufrinne abfließt. Dadurch entsteht der Effekt, als ob das Wasser im Nichts verschwinden würde.

Da dieser Eindruck von Unendlichkeit besonders gut zu Geltung kommt, wenn das spiegelglatte Wasser des Pools mit dem Meer, dem Himmel oder der sonstigen natürlichen Umgebung verschmilzt, greifen vermehrt Architekten beim Bau von Hotels, Resorts oder Luxusvillen in exponierten Lagen auf die Installation solcher Becken zurück.

Als besonders eindrucksvoller Infinity Pool ist das Becken auf der Dachterasse des „Marina Bay Sands“ in Singapur bekannt geworden. Beim Aufenthalt in dem exklusiven Fünf-Sterne-Hotel steht den Gästen das längste Becken dieser Art in der 57. Etage zur Verfügung. Aufgrund der besonderen Bauweise des Beckens ist hier ein einmaliger Blick über die gesamte Stadt möglich. Der Preis für ein Zimmer mit Zugang zum Infinity Pool liegt bei mindestens 230 Euro.

Es ist nicht geklärt, wo die Infinity Pools ihren Ursprung haben. Einige Experten vermuten, dass die Idee dieser Bauweise einen natürlichen Ursprung hat und beispielsweise vom sogenannten Devil’s Pool an den Victoriafällen in Sambia kopiert worden ist. Dort ist ein gefahrloses Badevergnügen direkt am Abgrund des weltbekannten Wasserfalls möglich. Inzwischen haben sich weltweit Hersteller, wie beispielsweise RivieraPool, auf den Bau von außergewöhnlichen Becken spezialisiert.

Sowohl in der Natur, als auch im Hotelgewerbe genießen Infinity Pools aufgrund ihrer Seltenheit den Status eines exklusiven Vergnügens. Im Gegensatz zu klassischen Becken mit sogenannten Skimmer, fallen die Kosten für einen Pool mit aufwendiger Überlaufrinne in der Regel deutlich höher aus. Neben dem oben genannten „Marina Bay Sands“ in Singapur genießen Besucher der folgenden Unterkünfte den Luxus eines hoteleigenen Infinity Pools: Das „Sofitel“ in Bangkok, das „Viceroy Bali“ in Indonesien, das „Raffles Praslin“ auf den Seychellen, das „Shangri-La Villingili Resort“ auf den Malediven, das „Jade Mountain Resort“ auf St. Lucia, der „Robinson Club“ auf den Malediven, das „Alpina Family Spa- und Sporthotel“ in Österreich sowie das „Hubertus“ in Südtirol. Doch auch in Deutschland können die Gäste der folgenden Hotels auf einen Infinity Pool zurückgreifen: Das „Mawell Resort“ in Langenburg, das Schloss Elmau in Bayern oder auch das Hotel „Bergkristall“ in Oberstaufen. Auch dort sind die Pools eindrucksvoll in die natürlichen Gegebenheiten eingepasst und ermöglichen ein Badeerlebnis der besonderen Art.
Fotos © Phalinn Ooi | Flickr.com