Investitionen abseits von Dollar, Euro und Yen – Anlage in Edelmetalle und Bitcoins

Goldbarren2Gerade zu Zeiten einer Währungskrise sind alternative Investitionsmöglichkeiten abseits von Euro, Dollar und Yen stets gefragt. Ein solches Szenario ist für den Euro-Raum aktuell mit Blick auf die Verhandlungen zwischen den Geldgebern und Griechenland zu beobachten.

Als besonders beliebt gilt dabei die Anlage in Edelmetalle. So konnte in den vergangenen Jahren beispielsweise durch den Ankauf von Gold ein erheblicher finanzieller Zuwachs erzielt werden. Edelmetalle haben sich damit in jüngster Vergangenheit zu einer Art Krisenwährung entwickelt. So ist es nicht verwunderlich, dass deutsche Händler beim Goldankauf aktuell ein erhöhtes Auftragsvolumen aus Griechenland verzeichnen.

Nach rund drei Jahren Bärenmarkt ist der Goldpreis zwar zuletzt eingebrochen und weiterhin unter Druck, dennocGoldbarren1h gehen die Experten langfristig von einem erneuten Wachstum aus. Sie raten gerade jetzt zu einem Einkauf bei niedrigem Kursniveau, um langfristig von hohen Renditen zu profitieren. Der erhöhte Goldankauf in Verbindung mit sinkenden Kursen sei damit zu erklären, dass sich der Handel mit Edelmetallen eher an Terminkontrakten als am physischen Großhandel orientiere.

Eine weitere Alternative ist der Ankauf von sogenannten Bitcoins (Englisch für „Binärziffermünze“). Sie haben sich abseits des klassischen Krisen-Investments als Zuflucht für Anleger aus aller Welt etabliert.

Es handelt sich dabei um eine digitale Währung, die von einem speziellen Softwareprogramm ausgegeben wird. Die Software ist auf zahlreichen Rechnern angesiedelt, die mittels „Mining“ die Währung herstellen. Überweisungen werden über das Internet durch den unmittelbaren Zusammenschluss von Computern getätigt, sodass keine zentrale Stelle, wie im klassischen Bankverkehr, erforderlich ist. Das persönliche Guthaben wird in einer Art digitalen Brieftasche gespeichert.

Da Bitcoins von keiner Regierung kontrolliert werden, können diese nicht durch Banken oder andere Finanzinstitute manipuliert werden. Sie rückten insbesondere zur Bankenkrise auf Zypern (2013) in den medialen Fokus. Im Vergleich zum Devisenmarkt oder dem Handel mit Edelmetallen unterliegt der Wechselkurs von Bitcoins jedoch heftigen Kursbewegungen. So schwankte der Kurs für einen Bitcoin zwischen 2011 und 2015 von etwa 10 Dollar in seinem Tief bis zum Rekordniveau von über 1100 Dollar. Der aktuelle Kurs hat sich bei rund 200 Dollar je Bitcoin eingependelt.

Fotos © Mark Herpel | Flickr.com

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